Land-und-Leute-Tour durch den Osten der Dominkanischen Republik - La Romana, Zuckerrohr, Tabak und der Markt von Higüey

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Dominikanische Republik, der Osten - zwischen La Romana und Higüey

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Bayahibe und Dominicus
 



Dominicus: Wracks und Rochen
 


Die Isla Saona
 


La Romana und Catalina  


Auf dem Rio Chavon

 

"Land-und-Leute-Tour" durch den Osten der Dominkanischen Republik - Zuckerrohr, Tabak und der Markt von Higüey 


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Im Dorf der Zuckerrohr-Arbeiter

Eine „klassische“ Land-und-Leute-Tour soll uns durch den Osten des Landes von der Region La Romana bis zur Provinz-Metropole Higüey führen und dabei alles zeigen, was angeblich für die Dominikanische Republik so „typisch“ sein soll.

Geradezu typisch ist: Zum Auftakt der Tour kaufen wir in einem Dorfladen Schulsachen ein, Hefte, Stifte, aber auch Bonbons und andere Dinge für die Kinder des Dorfes, das auf unserem Besuchsplan steht. 

Die erste Station ist dann eine Zuckerrohrplantage in der Provinz von La Romana. Momentan sind nur wenige Arbeiter auf dem Feld. Die sind damit beschäftigt, die gepressten Ballen Zuckerrohrs auf einen Bahnwaggon zu laden. Denn, wie allgemein üblich, ist auch diese Plantage mit einer eigens für das Zuckerrohr ge4bauten Bahnlinie verbunden. Ansonsten sieht man nur, so weit das Auge reicht, abgeerntete Felder.

Nicht weit entfernt von dieser Zuckerrohrplantage ist das Dorf Las Sejas Batey, ein Ort von vielleicht 200 Menschen, der aber auf den normalen Karten nicht einmal verzeichnet ist. Hier leben die Arbeiter der Zuckerrohrplantage mit ihren Familien. Doch da die alle aus Haiti kommen, also Ausländer sind, interessieren sich die Behörden nicht weiter für das Schicksal der Dorfbewohner.

Es ist ein armes Dorf, bestehend aus einfachen Holzhütten mit nicht mehr als jeweils zwei oder drei Räumen, umgeben von Gärten, ein Dorf, das von ungepflasterten Wegen durchzogen wird. Die Kinder des Dorfes belagern die Besucher, wissen genau, dass die in den Einkaufstüten die Geschenke haben, die bald verteilt werden. Und da will – die gleiche Prozedur wie in der vorigen Woche – eben jeder der erste sein.

Auf dem Dorfplatz wird zum Hahnenkampf geladen. Das ist natürlich kein Original-Hahnenkampf, wie er in den großen Arenen veranstaltet wird, von denen wir eine bei unserer Weiterfahrt noch sehen werden, kein Kampf auf Leben und Tod, bei dem viele Einheimische Haus und Hof verwetten. Das ist ein kleiner, angeblich harmloser Schaukampf für die Touristen. Den Tieren sind die Schnäbel und Klauen verbunden, so dass tödliche Verletzungen angeblich nicht möglich seien. Doch mit der Vehemenz, mit der die Tiere aufeinander einhacken, muss man das wohl doch bezweifeln. 

Immer noch bedrängt von bettelnden Kindern gehen wir in die Schule, das größte und einzige aus Stein gebaute Gebäude des Dorfes, wo der Unterricht unseretwegen unterbrochen wird. Die Kinder singen ein Lied, dann werden die Mitbringesel verteilt. Für die Kinder scheint das jedenfalls eine gewohnte Übung zu sein – wobei kaum vorstellbar ist, dass sie tatsächlich jede Woche so viele Buntstifte und Hefte verbrauchen, wie sie nun bekommen. 

Eine Zigarre namens Matilde

So wie der Zuckerrohr gehört auch der Tabak zur Region von La Romana. Also darf bei einer Land-und-Leute-Tour auch der Besuch einer Zigarrenfabrik nicht fehlen. Die ziemlich neu wirkende Halle, in die Besucher der Zigarrenfabrik "Matilde" geführt werden, macht den Eindruck eines recht angenehmen Arbeitsplatzes mit einem kleinen „Museum“ im Eingangsbereich. Da erfährt man einiges zur Geschichte der Zigarrenmarke Matilde, die ursprünglich auf Kuba produziert wurde,  bis die Eigentümer nach der Revolution dort die Herstellung 1964 in die Dominikanische Republik verlagerten.

Es sind auch nur ein Mann und eine Frau, die gerade an ihren hellen Werkplätzen die Tabakblätter zu Zigarren drehen. Es ist doch zu offensichtlich: Das ist der Showroom, der mit den tatsächlichen Produktionsbedingungen nur wenig zu tun haben dürfte – dafür aber um so mehr mit dem gleich anschließenden Verkaufsraum, wo man auch Zigaretten und Zigarren anderer Hersteller kaufen kann.

Higüey - die dörfliche Provinzmetropole

Mit rund 200.000 Einwohnern ist Higüey, das Ziel unseres Tagesausflugs, die „Metropole“ im Osten der Insel. Und wie es sich für die Metropole eines streng katholischen Landes gehört, braucht es hier auch eine Kathedrale oder eine Basilika. Umgeben von einem gepflegten Palmenhain liegt Hügeys große Basilika, errichtet zu Ehren eines angeblich wundertätigen Bildnisses der Jungfrau Maria, 1972 vom Papst geweiht. Diese moderne Bau ist, obwohl für einen zentralen Kirchenbau in einem katholischen Land nicht einmal besonders imposant, wohl mit einigem Abstand Higüeys größtes und höchstes Gebäude, erinnert von der Form her dazu mehr an eine skandinavische Stabkirche als an spanischen Kolonialstil.

Der Park ist das Zentrum der Stadt, die ansonsten weit davon ist, einen großstädtischen Eindruck zu erwecken. Die meisten Häuser sind ein-, maximal zweistöckig, es gibt keinen Bau, der als größeres Geschäftshaus oder gar als Einkaufszentrum zu erkennen wäre.

Eingekauft wird schließlich auch auf dem Markt. Die meisten Lebensmittel, jedenfalls das Obst und Gemüse, die hier an den offenen Ständen verkauft werden, dürften wirklich frisch sein, doch ob das auch für das Fleisch gilt, das ungeschützt an den Haken oder auf den Verkaufstresen liegt, ist eine andere Frage. Hinzu kommt: Die Kanalisation läuft unter den Marktstraßen, mancher Gullideckel ist offen, und die Ratten laufen frei herum.

Die Einheimischen werden aber wohl nicht so sehr von solchen gesundheitlichen Bedenken geplagt: Der Markt ist  voll, es herrscht dichtes Gedränge, die Geschäfte scheinen gut zu laufen.

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