Ein Bootsausflug von La Romana zur Isla Catalina mit dem Punta-Perez-Wanderweg und ihren Riffen  

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La Romana und die Isla Catalina mit ihren Riffen vor dem Strand

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Auf dem Rio Chavon

 

Ein Bootsausflug von La Romana zur Isla Catalina mit dem Punta-Perez-Wanderweg und ihren Riffen  


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Von der Mündung des Rio Chavon zur Isla Catalina

Im großen Hafen von La Romana legen auch die Kreuzfahrtschiffe an. Der Hafen, von dem aus die Touren nach Catalina in See stechen, liegt aber etwas weiter flussaufwärts, hinter einer Brücke über den Rio Chavon. Das ist die Anlegestelle für die Ausflugsboote. Von hier aus gesehen wirkt La Romana wie ein weit zergliederter Ort, einer Ansammlung kleiner Orte an einem Dschungelfluss, umgeben von dichtem Urwald.

Auf dem Rio Chavon geht die Bootsfahrt zunächst an einigen hier stationierten Booten der dominikanischen Marine vorbei, dann passiert man in Höhe der Flussmündung einige über der Steilküste gelegene Villengrundstücke, ist schließlich auf dem Meer, die Insel Catalina bereits vor Augen.

Catalina ist zumindest an dem Teil, dem wir uns nun nähern, eine flache Insel, ohne nennenswerte Erhebungen, bewachsen mit Palmen und Buschwerk, vor allem aber mit einem weißen Strand. 

Ein erster Schnorchelgang vor dem Strand

Vor diesem Strand kreuzen nun etliche Katamarane und andere Ausflugsboote. Wir sind an der Stelle der Stelle der Schnorchelgänge, die bei jeder Catalina-Tour mit inbegriffen ist.

So beeindruckend, wie sie von den Agenturen angepriesen werden, sind die Schnorchelgründe von Catalina allerdings nicht. Knapp unter der Wasseroberfläche sieht man einige Kopf- und Fächerkorallen, dazu tummeln sich hier kleinere Doktorfische und Schnapper. Verwunderlich ist das aber nicht: Der Motorenlärm der Boote dürfte die meisten Fische vertreiben.

Bei unserer weiteren Inselumrundung per Boot passieren wir vor allem weiße Palmenstrände,  einer dieser  Strände mit einigen Hütten bebaut, kommen fast am Ende der Insel auch an einem Stück Steilküste vorbei, wo statt der Palmen einmal Kakteen wachsen.

Auf dem Naturlehrpfad über der Steilküste

In der Nähe dieser Steilküste betreten wir die Insel, die – so informiert eine Hinweistafel -  eine Fläche von 9,18 Quadratkilometern misst, von den indianischen Ureinwohnern Labanea genannt, von Columbus dann zu Ehren der spanischen Infantin in Santa Catalina umbenannt wurde.

Nun ist Catalina wie auch Saona eine Insel, die unter Naturschutz steht, trotzdem, vielleicht auch deswegen aber eines der wichtigsten touristischen Ausflugsziele der Region ist, also mit Barbetrieb und Restaurants am in der Tat fast weißen Sandstrand, voller Liegen, mit lärmenden Motorbooten beim An- und Ablegen. Allerdings: Der Strand wird hier wirklich sauber gehalten – und die Männer einer Polizeistation achten darauf, dass nicht all zu gravierende Umweltsünden begangen werden.

Während der Strand gut gefüllt ist, zieht es jedoch nur  wenige Besucher auf den Punta-Perez-Wanderweg, der sich über dem kurzen Stück Steilküste entlang zieht. Die Bäume und Sträucher hier oben wirken ausgetrocknet; ab und an sieht man eine größere Echse schnell über den Weg huschen und dann wieder im Gebüsch verschwinden. Das beste Fotomotiv auf diesem Wanderweg gibt aber immer noch der darunter liegende weite Sandstrand ab.

Zur Mittagszeit verirrt sich ein Waschbär zum Eingangsbereich des großen Restaurants, stillt an einem Wasserlache seinen Durst. Angeblich soll es etliche Waschbären auf der Insel geben – die aber garantiert nicht zu den hier einheimischen Tierarten zählen, sondern irgendwann im Naturschutzgebiet ausgesetzt wurden.

Doch der Begriff Naturschutzgebiet wird hier bei solchen Touristenzielen ohnehin sehr großzügig definiert.

Eine "Mauer" vor der Insel

An den Riffen von Catalina dagegen wird der Naturschutz schon ernster genommen - zumindest ist das Fischen hier verboten.

Catalina Wall, die „Mauer von Catalina“, ist eine mit Trichter- und Fächerkorallen bewachsene Wand, deren Oberkante etwa fünf Meter unter der Wasseroberfläche liegt, die von dort auf eine Tiefe bis zu 27 Metern abfällt.

Beim Abtauchen  bekommen wir noch an der Wand eine Languste zu Gesicht, später dann, schon am Boden, eine weitere. Eine spektakuläre Fischwelt gibt es hier heute außer vielleicht einem Feuerfisch ansonsten nicht, dafür aber eine recht imposante Unterwasserlandschaft mit einem immer wieder von sandigen Mulden durchzogenen „Berghang“ mit seinen in allen möglichen Formen und Farben bewachsenen Korallen.

Ein Garten mit Beeten aus Korallen

Der Tauchplatz Aquario lädt zu einem beinahe gemütlichen Unterwasser-„Spaziergang“ in 13 Metern Tiefe, einen Spaziergang durch einen Garten mit Wegen aus Sand und Beeten aus Korallen. In der Mulde tummelt sich eine Krabbe, und schließlich entdecken wir eine Auster, die vielleicht sogar eine Perle trägt.

Dazu gibt es Trompeten- und Doktorfische, außerdem immer wieder Schwärme von Franzosen-Grunzern. 

„Aquarium“ ist für einen Tauchplatz sicherlich kein origineller Name, hier aber einmal durchaus passend.

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