Die Tauchplätze von Dominicus: Riffe, Wracks, Rochen und ein Unterwasser-Museum

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Dominicus: Tauchplätze der Riffe und Wracks

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Die Tauchplätze von Dominicus: Riffe, Wracks, Rochen und ein Unterwasser-Museum 


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Ancora - Das Unterwassermuseum der Schiffskanonen und Seepferdchen

Der Tauchplatz Ancora ist das bis zu 15 Meter tiefe "Hausriff" des Viva Wyndham in Dominicus, zu erreichen direkt vom Bootssteg am Strand aus. Zunächst geht es über ein Feld mit bläulichen Fächerkorallen, die sich in der Strömung wiegen, sowie vorbei an etlichen Trichterkorallen in unterschiedlichen Größen. Fische gibt es dagegen nur wenige - und die, die es hier gibt, zählen zu den kleinen.

Klein für uns, für seine Art dagegen zumindest mittelgroß, ist natürlich auch das schwarze Seepferdchen, das der Tauchguide an einer Koralle ausmacht. Der Tauchplatz wird nun, etwas weiter vom Strand entfernt, hügeliger. Hier wachsen auch Kopfkorallen, wir sehen Doktorfische, kommen dann zu dem Platz, dem der Tauchplatz seinen Namen verdankt. Wie in einem Museum wurden hier uralte Anker sowie antike Kanonenrohre, inzwischen mit bunten Korallen bewachsen, versenkt. Ein Trompetenfisch kreuzt unseren Weg - und immer wieder huschen kleine Rochen an uns vorbei über den sandigen Boden, verstecken sich dann unter den Mulden des Korallengesteins.

Bei einem zweiten Tauchgang haben wir nicht so gute Sicht wie beim ersten  - aber so entdeckt man in diesem Korallengarten die naheliegender Kleinigkeiten. Das sind diesmal vor allem die Seepferdchen. Etwa ein halbes Dutzend spüren wir auf, wie sie sich, jede für sich, als offenkundige Einzelgänger auf Abstand zu ihren Artgenossen bedacht, an "ihre" Koralle schmiegen, zwischen deren Korallenarmen nur schwer zu erkennen.

Zu den Rochen, die sich heute weniger zahlreich blicken lassen, gesellen sich in der Nähe der Kanonenrohre ein Trompeten- und ein Steinfisch, schließlich noch, eine echte Besonderheit, ein schwarz-weiß gestreifter Ritterfisch. Zwischen den Korallen ebenfalls nur schwer auszumachen: ein Butt, mit seiner grün-bläulichen Farbe dem Farbspiel der Korallen perfekt angepasst. 

Das Dominicus Reef, Tummelplatz der Rochen

Der zweite Tauchplatz heißt Dominicus Reef, ist, nicht viel mehr als zehn Meter Tief, die meerzugewandte Seite des Hausriffs Ancora. Hier erwartet uns ein einfacher Tauchgang entlang der nicht sonderlich hohen Riffwand. Unterhalb dieser Riffwand breitet sich wieder sandiger Meeresboden aus, auch der wieder das Revier der Rochen, die sich geschickt eingraben, so nur schwer zu entdecken sind, dann aus ihrem Versteck hervortauchen und rasch, den Rücken noch voller Sand, davonschwimmen, in der Riffwand wieder Schutz suchen.

Eher selten: eine kleine grüne Muräne - und schließlich ein großer Schwarm Franzosen-Grunzer.

Ein zweiter Tauchgang am Dominicus Reef wird ganz und gar von den Begegnungen mit den Rochen bestimmt. Zunächst ist da ein einzelner, braun gefleckter Rochen, dann ein Paar, ein etwas kleineres Exemplar – und schließlich ein besonders großes, das sich unter einer blauen Fächerkoralle versteckt.

Da ist der Kofferfisch, den wir kurz vor dem Auftauchen noch treffen, geradezu der Repräsentant einer verschwindenden Minderheit.

Das Wrack der Coca

Eine fünfminütige Bootsfahrt vom Strand des Wyndham entfernt liegt in etwa 18 Metern Tiefe das Wrack der Coca. Wie ein Schiffswrack sieht das aber beim ersten Blick nicht aus, erinnert als ein fast exakt achteckiges Trümmerfeld eher an die  Überreste einer stählernen Plattform. Darum herum breitet sich ein flaches Korallenfeld aus, durchzogen von sandigen Straßen, den Verkehrswegen der auch hier wieder zahlreichen Rochen. Kleine Fische knabbern an den Korallen, auf einem Sandfeld schauen die Angehörigen einer Kolonie Röhrenaale aus ihren Löchern.

Aber auch das gehört zum Tauchen in der Karibik: Bei einem zweiten Tauchgang an der Coca entdecken wir etwas abseits vom Wrack ein verloren gegangenes Fischernetz, das sich in den Korallen verfangen hat. Darin hängen die Überreste einer verendeten Languste, die von anderen Meeresbewohnern bereits weitgehend ausgeweidet wurde.

Lebendige Fische sind bei diesem Tauchgang ohnehin weniger zu sehen, wobei es zum Schluss aber wenigstens noch eine Begegnung mit einem Waben-Kofferfisch gibt.

Casa Estrella - das Feld der Seesterne

Am Casa Estrella, einem korallenbewachsenen Hügel in 13 Metern Tiefe, zeigen sich auch abgestorbene Trichterkorallen als Lebensraum. Zu Beginn unseres Tauchganges hatte uns ein einzelner, im Sand liegender Rochen in Empfang genommen, kurz darauf entdecken wir einen Kofferfisch, der den Platz unterhalb des geborstenen Bodens einer Trichterkoralle als Domizil gewählt hat, eine Behausungsart, deren Vorteile an diesem Riff auch von Doktor- und anderen Fischen geschätzt wird.

Für einen zweiten Tauchgang am Casa Estrella wählen wir einen anderen Einstiegsort – und gehen bei einem Feld von großen und klobigen Seesternen auf dem sandigen Boden auf Grund. Dann tauchen wir das Riff entlang, sehen dabei zunächst einen bräunlichen Kofferfisch, dann Trompeten- und Flötenfische, eine Muräne, natürlich wieder Rochen, schließlich eine Languste, die ihre langen Fühler aus einer Höhle streckt, zum Schluss einen Grundfisch, der vor uns eilig in seiner in den Sand gegrabenen Höhle verschwindet.

Aquario - das Riff der kleinen Höhlen

Das sogenannte Aquarium, das Aquario, ist, zwölf Meter tief, ein Riff der zahlreichen kleinen Höhlen, vor denen nun vor allem die Soldatenfische patrouillieren. Vielerorts sind junge Korallen im frühen Wachstumsstadium zu sehen, über und über mit weißen Knospen bedeckt, wie ein blühender Bonsai, und schließlich "besichtigen" wir eine große, zu einer Burg mit Wehrtürmen, Mauern und Zinnen herangewachsene Koralle, in der sich ein kräftiger Krebs niedergelassen hat, sein Reich hier mit Seeigeln und diversen Fischen teilt. Später, schon wieder auf dem Rückweg, beobachten wir noch eine zwar große, aber filigran wirkende Languste, die sich zur Hälfte im Geröll eingegraben hat.

Bei einem weiteren Tauchgang stoßen wir auf eine ziemlich dicke Muräne, die sich in ihrer Mulde versteckt hält, auf Schwärme von Franzosen-Grunzern und schließlich auf einen großen braunen Rochen, der regungslos zwischen den Korallen im Sand liegt. 

Am Wrack der St. George - große Fische am Frachter

Die Bootsfahrt zum Wrack der St. George dauert - wie schon zum Wrack der Coca - kaum mehr als fünf Minuten. Der Rumpf des Frachters liegt in 35 Metern Tiefe.  An einem Seil geht es hinunter, zunächst zum Ruderhaus, das wir bei einer Tiefe von 25 Metern erreicht haben.

Ein großer Hummer hat sich am Meeresboden gleich neben dem Wrack niedergelassen – wie überhaupt fast alle Meeresbewohner hier, darunter auch einige prächtige Kaiserfische, um einiges größer sind als in den etwas flacheren Tauchgründen. Hier schwimmen sie durch die vor sich hin rostendenden Schiffsräume, die von uns allerdings nicht betaucht werden dürfen.

Dafür steigen wir noch hinab bis zur Schiffsschraube, schwimmen dann über das Vorderdeck – und tauchen an der Leine wieder auf.

An der Atlantic Princess

Die Atlantic Princess, ein weiteres größeres und gut erhaltenes Wrack bei Dominicus, ist um einiges flacher gebaut als die St. George, liegt auch nur in zwölf Meter Tiefe – und die Konturen des Wracks sind bereits von der Wasseroberfläche fast in allen Details gut zu erkennen.

Nach dem Abtauchen halten wir uns nur kurz am Wrack auf, erkunden zunächst die Umgebung. Die besteht aus Korallengestein, das allerdings weitgehend leblos erscheint, so, als hätte sie sich nicht von den Zerstörungen beim Sinken der Atlantic Princess erholt. Etwas weiter vom Wrack weg hat sich die Unterwasserlandschaft aber regeneriert, ist wieder bunt, von einer lebhaften Fischwelt bevölkert. Wir entdecken erst eine kleine Muräne, begegnen dann einem Barrakuda, kehren dann zum Wrack zurück.

Da zieht gerade ein großer Kugelfisch über dem Deck seine Bahn. Von Schwärmen kleinerer Fische begleitet tauchen wir schließlich wieder auf.

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