Tunesien: Houmt Souk, Seite 7

Von Zarzis über den Römerdamm auf die Insel Djerba, zur Inselhauptstadt Houmt Souk und ihren Stränden


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Ein neues Touristenzentrum entsteht

Zarzis ist eine "moderne" Stadt mit einem beschaulichen Zentrum um die sehr schöne, prächtige Moschee herum. Daneben reiht sich aber ein Geschäft neben das andere, das alles ohne besondere Anziehungspunkte. Zarzis zeigt sich bemüht, ein Touristenzentrum zu werden.
Basis dafür ist der weiße Sandstrand, an dem auch schon die ersten Touristenhotels errichtet wurden.

Über den Römerdamm auf die Insel Djerba

Nach Norden geht es über den "Römerdamm" auf die Insel Djerba.xxxx Der Römerdamm ist eine völlig normale, gut ausgebaute Asphaltstraße, nur, dass sie durch das - nicht sehr tiefe - Meer führt. Befestigt ist die Route mit Felsbrocken, die im Meer aufgeschichtet wurden. Links und rechts der Straße ankern kleine Fischerboote.
Bei El Kantara biegen wir auf eine Sand- und Geröllpiste nach Westen ab, nach Adjim, der Fährstation, die Djerba mit dem Festland verbindet.
Wir fahren vorbei an Palmen und einem weiten, menschenleeren Sandstrand, passieren ein Dorf, das als Zentrum der Töpferarbeit gilt. Tonkrüge werden hier als Mauerverstärkung genommen, und selbst die Mauern der palmwedelbedachten Hütten - Geräteschuppen - bestehen aus übereinandergestapelten Tonkrügen.

Ein Traum in Weiß und Märkte

Klicke auf das BildHoumt Souk im Norden der Insel: ein Traum in Weiß. Der Souk, beherrscht von den Basaris, zwei Straßencafés auf den beiden größten Plätzen, macht einen wesentlich wohlhabenderen Eindruck als beispielsweise der in Nefta. Angeboten werden Teppiche, Wasserpfeifen, Tonarbeiten, dazu viele Messingteller, vereinzelt Holzschnitzereien.
Ein Spaziergang um Houmt Souk herum führt uns an das alte befestigte Fort, von dem aus man auf den Hafen sehen kann. Das Fort ist war nicht gerade ein imposanter Bau, aber immerhin sind die Außenmauern gut erhalten. Das Innere ist jedoch eine Enttäuschung. Eine - römische? - Statue, die historisch kaum hierher gehört, steht am Eingang, an der Wasserseite wurde eine Art Wärterhäuschen auf dem verbliebenen Trümmerfeld errichtet. Eine Besonderheit: Die Kanone neben dem Fort zielt in das Landesinnere.

Ein Besuch im Hammam

Vormittags ist das Hammam nur für Männer geöffnet, haben Frauen keinen Zutritt. Kasse, Ruheraum und Umkleidekabine befinden sich im gleichen Raum. Noch vor dem Umziehen erhält man die Handtücher, die man dann während des Umziehens um die Hüften gewickelt hält. Die Schamhaftigkeit der arabischen Männer ist schon bemerkenswert.
Als erstes kommt man in den Massageraum, gleich daneben, ohne dass es durch eine Tür abgetrennt wäre, liegt das Dampfbad. Es ist ein einfacher Raum, dessen Dachwölbung den Baustil der traditionellen Vorratskammern, der Ghafas, verrät. In diesem Raum befinden sich drei Bassins mit unterschiedlich temperiertem Wasser, von lauwarm für die Fußwäsche, über heiß, um sich zu erwärmen bis hin zu brütend, um die Raumtemperatur zu erhöhen.

Strände und Hotels

Klicke auf das BildAußerhalb von Houmt Souk reiht sich Hotelanlage an Hotelanlage, unterbrochen nur von den großartigen Villen der reicheren Einheimischen und einiger ortsansässiger Ausländer.
Der Strand ist weiß und von einer selten erlebten Ruhe. Während der Ebbe zum Strand, wo das Meer nun zurückgewichen ist und eine regelrechte Wattlandschaft entstanden ist. Frauen, Kinder, auch einige wenige Männer suchen hier nach Krebsen und Muscheln.


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