Tunesien: Tunis, Seite 1

Tunis - von der "europäischen" Avenue de Bourgiba in die "arabische" Medina


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Europäisches rund um die Avenue Bourgiba

Der Weg vom Flughafen ins Zentrum führt vorbei an den Neubauten der Stadt: Tunis zeigt sich von seiner monotonen Seite, eine moderne Stadt, die so überall stehen könne, etwas bescheiden, nichts Besonderes.
Der erste Café au Lait im Tunis Club: Ein Straßencafé wie viele andere auch, mit Blick auf die Avenue Bourgiba, die Hauptstraße. Das Europäische überwiegt, aber viele Frauen tragen die traditionelle weiße Tracht, die sie mit den Zähnen zusammenhalten. Männer mit Burnus oder Kaftan sind allerdings eher die Ausnahme.

In der Medina

Klicke auf das BildÜber die Avenue Bourgiba geht es durch das "Franzöisische Tor" in die Medina. Das erste, was auffällt: Ein unübersehbares Gedränge in den engen Gassen und vor den Läden mit meist billigem Kitsch.
Erst "tiefer" in der Medina wird es arabischer. Wir stoßen auf das Viertel, wo die Kaftane angefertigt und verkauft werden. Die Geschäfte erinnern an frühere kleine Handwerkerläden. Fantastisch sind aber die Mosaikausschmückungen in einigen Geschäften. Daneben gibt bescheidenere kleine Läden, in denen das Bett des Besitzers gleich als Werkbank dient.
Eine Seitenstraße in der Altstadt: romantische Bögen zwischen den Häusern, darunter Dreck und Gestank. Manche Häuser schauen von außen so aus, als seien sie längst nicht mehr bewohnt. Aber in den Höfen herrscht Leben. Es Klicke auf das Bildkönnte hübsch sein - mit etwas Farbe, ohne den ärmlichen Eindruck, der sich beim zweiten Hinsehen aufdrängt.
In einem Teppichgeschäft führt uns der Besitzer führt hinauf auf die Dachterrasse. Wir haben einen Überblick über die Altstadt, wie er besser nur von den beiden nahe liegenden Moscheen sein kann. Die ältere, mächtigere, viereckig gebaut, stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist arabischen Ursprungs; die andere, höhere aber auch wesentlich schmalere, mit sechs Ecken gebaut, stammt von den Türken.
Die Dächer der Häuser wirken als Einheit, man könnte bequem von Haus zu Haus kommen, bräuchte nicht einmal springen. Ein Hund streunt über die Dächer.
Der Weg aus der Kashba heraus ist gar nicht so leicht zu finden. Einige Male kommen wir am "Regierungsviertel" vorbei, bis wir endlich erfahren, dass wir eigentlich nur geradeaus müssen, um wieder auf die Avenue Bourgiba zu gelangen.


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