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| Ein
Napoleonfisch - gesehen am Riff Abu Sawatir |
Am
Rand des Wadi el Gimal, dem Wüsten-Reservat |
Ein
Beja-Junge beim Kaffeekochen im Wadi el Gimal |
El
Quseir: Die Hafenmeisterei, gebaut kurz nach 1900 |
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| Am
Strand von Abu Dabab in der Nähe von Port Ghalib |
Ein
Kugelfisch - gesehen am Riff Abu Dabab |
Im
Seegras von Abu Dabab tummeln sich die Schildkröten |
Regelmäßig
besucht auch eine Seekuh Abu Dabab |
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In den
Höhlen des Riffs von Abu Saaf: Graue Muränen |

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Ein
Rotfeuerfisch - im Höhlensystem von Abu Saaf |
Zum Betrachten
der Fotos klicken Sie auf die Vorschaubilder
Beschriebene
Orte und Tauchplätze: El
Quseir, Port Ghalib,
Wadi
el Gimal (Wadi el Gamal) und die Tauchplätze Lagoon,
Abu Sawatir,
Zerib Kebir South,
Shaab Rama.
Abu Dabab,
Abu Saaf
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Dienstag,
9. Dezember 2008: Marsa Alam – El Quseir
Kurz
nach 14 Uhr Ortszeit – gut vier Stunden hat die Maschine der Air
Berlin von Nürnberg aus bis hierher gebraucht – erkennt man
unten am Boden eine einsame Rollbahn in der Wüste. Dann dreht die
Maschine noch eine Runde über die Küste hinaus, über größere
Hotelanlagen und eher eintönige Wohnsiedlungen, dann setzen wir
an zur Landung auf dem Flughafen von Marsa Alam.
Unser
Flieger ist die einzige Maschine auf dem ganzen Airport, und
entsprechend zügig und problemlos läuft dann auch die Einreise.
Eine
gute Stunde dauert der Transfer: Die Straße vom Airport ist zunächst
links und rechts mit Palmen bepflanzt, dann geht es vorbei an
Siedlungsbauten und einigen Hotelanlagen Richtung Norden. Nur
etwas, was man als geschlossene Siedlung bezeichnen könnte, ist
nicht zu erkennen.
Das
ändert sich schlagartig, als wir schließlich El Quseir
erreichen. Am Stadtrand stehen meist einfache, sogar ärmlich
wirkende Steinbauten ohne Putz, dann führt die Hauptstraße in
die Innenstadt, direkt vorbei am Hafen und einem kleinen innerstädtischen
Strand, ein Sandstrand mit Strandcafés, in dem allerdings
ausschließlich ägyptische Männer sitzen.
Die
Hauptstraße ist dabei eng und verwinkelt, in jede Richtung nur
einspurig – und gleichzeitig als Fußgängerzone genutzt. Wobei:
Als Fußgängerzone scheint sie beinahe wichtiger denn als
Autostraße zu sein. Auffällig: Ständig sieht man kleine
Moscheen, viele davon wohl gerade fertig geworden oder noch im
Bau.
Das
Radisson ist ca. 10 Autominuten von der Stadt El Quseir entfernt,
eine direkt am Meer gelegene Anlage mit einer künstlichen Lagune
und einem künstlichen Wasserlauf, der sich durch das Zentrum des
Resorts zieht.
Ein
Holzsteg führt vom Strand bis an das Hausriff. Momentan ist die
Brandung aber viel zu stark, um von der Plattform die Treppe ins
Wasser zu steigen.
Mittwoch,
10. Dezember 2008: Tauchplatz Lagoon
Der
„Lagoon“ benannte Tauchplatz liegt etwa 30 Autominuten nördlich
des Radisson, praktisch direkt am Rand der Wüste. Die Brandung
ist allerdings auch hier heftig, und das macht den Einstieg nicht
gerade einfach. Zum Glück kann man sich an zwei Seilen auch gegen
die beträchtliche Strömung zum Tauchgrund ziehen.
Der
von uns betauchte Teil von Lagoon ist ein sandiger
Unterwasser-Canyon, bis etwas über 20 Meter tief, mit Felsen, die
bis knapp unter die Wasseroberfläche reichen. Bewachsen sind
diese Felsen, deren Mulden ganzen Schwärmen kleinerer Fische
Unterschlupf bieten, zum Teil mit Trichterkorallen, an anderen
Stellen mit Weichkorallen.
Ziemlich
zu Anfang des Tauchganges begegnet uns – allerdings in einiger
Entfernung – ein Napoleonfisch, der jedoch rasch das Weite
sucht. Ganz anders verhält sich da die Schildkröte, die gemächlich
auf uns zu schwimmt, sich durch uns nicht stören lässt – aber
dann hinter dem Felsen verschwindet. Dazu sieht man eine ganze
Reihe von Papageifischen und auch immer wieder Falterfische. Am
Ende des Tauchganges treffen wir auf einen einsamen
Rotfeuerfisch.
Donnerstag,
11. Dezember 2008: Tauchplätze Abu Sawatir und Zerib Kebir South
Der
Tauchplatz Abu Sawatir liegt etwa zehn Autominuten nördlich vom
Radisson.
Der
Einsieg erfolgt über einen sandigen Vorplatz, wieder über ein
Seil, das in die Tiefe führt. Dann erreichen wir eine Felswand, die
bis in eine Tiefe von etwa 28 Meter führt und steil nach oben
reicht. Als erstes begegnen wir hier einem großen Napoleonfisch,
beobachten ebenso große Makrelen, die, auf der Suche nach Beute,
Schwärme kleiner Fische belauern. Schließlich kreuzt ein Drückerfisch
unseren Weg und, ziemlich gegen Ende des Tauchganges, entdecken
wir an einem von Felsen umgebenen Platz, im Sand einige
Blaupunktrochen. Beim Auftauchen dann bekommen wir noch einen
Kugelfisch.
Am
Nachmittag dann fahren wir zum Tauchplatz Zerib Kebir
South,
einige Kilometer südlich von El Quseir. Das ist ein Tauchplatz
der Höhlen und Canyons, eine von Korallen in allen Farben
bewachsene wilde Felslandschaft, die schon für sich allein
genommen fasziniert. Am Eingang zum Tauchplatz – auch hier führt
wieder ein Seil hinab – begrüßen uns einige Trompetenfische,
später entdecken wir Nasendoktorfische, Papageienfische sowie
Schwärme von schwarz-weißen Winzlingen, die die Weichkorallen
abgrasen, dazu, vorzugsweise in den Höhlen, einige Husarenfische.
Krönender Abschluss dieses Tauchganges ist dann das Rendezvous
mit einigen Blaupunktrochen.
Freitag,
12. Dezember 2008: Port
Ghalib – Marsa Alam – Wadi el Gimal
Gegen
10.45 Uhr beginnt unsere gut dreistündige Fahrt in den Süden,
noch ein gutes Stück über Marsa Alam hinaus, in das
Naturschutzgebiet des Wadi el Gimal, fast schon in der Nähe von
Berenice.
Auch
südlich von El Quseir, fern von jeder Stadt oder Siedlung, sieht
man links und rechts der Straße Baustellen für offenkundig auch
recht großzügig geplante Hotelanlagen, Rohbauten, auf denen
allerdings kein Bauarbeiter zu entdecken ist.
Fertig
gestellt wurde dafür Port Ghalib, die künstliche Stadt, gebildet
aus insgesamt vier Hotels, drei auf der einen, eines auf der
anderen Seite einer künstlich angelegten Lagune, errichtet mit
den Geldern eines Scheichs aus Kuweit, der das ganze Gelände
gekauft und hier einen Yachthafen angelegt hat. Mit seinen künstlichen Wasserwegen ist die komplette Anlage El Gouna nachempfunden,
inzwischen auch auf dem Weg zur eigen Stadt, in der sich auch
schon eine McDonalds-Filiale angesiedelt hat – aber, weil die
Pflanzungen wie etwa die Palmen noch nicht voll entwickelt sind,
ziemlich kalt und kahl erscheinend.
Hinter
Marsa Alam biegen wir auf eine Geröllpiste in die Berge ab,
bleiben einige Kilometer auf dieser Piste, bis wir das Zeltcamp
erreichen, das die Grenze das Nationalparks markiert. Für Autos
ist die Weiterfahrt ab hier verboten, hier sind nur noch Kamele
zugelassen.
Doch
zunächst wird den Besuchern in einem der Zelte ein Film über den
Nationalpark vorgeführt: Da erfährt man dann, dass das Wadi el
Gimal wie auch das ganze Rote-Meer-Gebirge Heimat eines aus
Zentralafrika stammenden Nomadenvolkes ist, der Beja, ein Volk,
das immer noch eine eigene Sprache, allerdings ohne Schrift,
benutzt – und dessen Angehörige auch heute noch durch die Wüste
ziehen würden. Dazu soll es im Wadi el Gimal auch noch Antilopen
geben, Schlangen sowieso und auch Wüstenfüchse.
Was
es in jedem Fall nicht gibt sind Autos. Die bleiben zurück beim
Camp am Eingang, und dann geht es für uns mit Kamelen weiter –
entweder auf dem Rücken des Kamels oder aber als Passagier einer
Kamel-Kutsche. Unsere Begleiter, die dabei zu Fuß die Kamele führen,
sind tatsächlich dunkelhäutiger als die meisten anderen Ägypter,
jedenfalls keine Araber.
Gemächlich
nähern wir uns den kahlen Bergen aus dunklem Gestein, nur ab und
an scheut ein verdorrter Busch aus dem Wüstensand. Lediglich
einige Raben lassen sich hier blicken.
Zumindest
das Landschaftsbild ändert sich fast schlagartig, als wir den
Wadi, eigentlich mehr eine vielleicht 200 oder 300 Meter breite
Schlucht als ein ausgetrocknetes Flussbett, erreichen. Obwohl es
seit zehn Jahren keinen einzigen mehr geregnet hat, blüht
inmitten des Canyons ein grüner Hain mit zwar nicht hohen, aber
dafür dicht beieinander stehenden Bäumen und Büschen. Das
Geheimnis dieser Pflanzen: Ihre Wurzeln reichen bis 15 Meter unter
die Erde, nähren sich auch von den kleinsten Resten Grundwasser.
An
den Rändern des Canyons, unmittelbar zu Füßen der Berge, sieht
man dann wieder vereinzelt verdorrtes Gebüsche, ganz selten etwas
Grünes – während die Berge selbst überhaupt keinen Bewuchs
zeigen.
Nach
einer guten halben Stunde Kamelritt erreichen wir im Canyon ein
kleines Lager, in dem wir von den Beja zunächst mit Kaffee
bewirtet werden. Ein 14-jähriger Junge bereitet den Kaffee am
offenen Feuer, in einer Kanne, die beinahe zu klein zu sein
scheint für die gesamte Reisegruppe, die sich hier nun versammelt
hat, aber eine Tasse Kaffee meint hier eben eine Tasse, die kaum
größer als ein Fingerhut ist.
Die
Nomaden beziehen diesen Kaffee von ihren Stammesverwandten aus Äthiopien,
ebenso wie die Gewürze, Zimt, Kardamom und anderes – wobei jede
Tasse mit einem anderen Gewürz getrunken wird. Die Regel: Grundsätzlich
trinkt man immer eine ungerade Zahl an Tassen des gewürzten
Kaffees – wobei ein Gast drei, fünf oder sieben Tassen trinkt.
Lehnt er nach der dritten Tasse jeden weiteren Schluck ab, ist das
ein Zeichen dafür, dass er mit dem Gast ein dringendes Gespräch
führen muss. Nimmt er nach der fünften Tasse noch einmal das
Angebot zum Kaffee an, signalisiert er damit allerdings, dass er
gar kein Interesse hat, mit dem Gastgeber überhaupt ein Gespräch
zu führen – weswegen es dann nach der siebten Tasse für ihn an
der Zeit ist, zu gehen.
Nach
dem Kaffee probieren wir noch von dem runden Weißbrot, gebacken
aus Hefeteig in einer offenen Grube mit glühender Holzkohle. Was
sich von der Holzkohle auf das Brot gelegt hatte, wird von den
Beja einfach mit dem Messer abgeklopft. Zu dem Brot gibt es noch
etwas Kamelkäse, ein ausgesprochen würziger Streichkäse.
Nach
Sonnenuntergang ist es innerhalb weniger Minuten dunkel – wobei
wir aber gerade Vollmond haben, der so hell scheint, dass vom
Sternenhimmel nur wenig zu sehen ist.
Begleitet
vom Gebell der Wüstenfüchse, die sich allerdings nicht blicken
lassen, machen wir uns nun also wieder per Kamel zurück auf den
Weg zum Camp am Eingang des Parkes, bekommen dort noch ein
Abendessen, fahren dann nach Hause.
Es
ist schon fast ein Uhr früh, als wir wieder im Radisson von El
Quseir sind.
Samstag,
13. Dezember 2008: Tauchplätze Zerib Kebir South und Shaab Rama,
El Quseir
Eine
eher seltene Begegnung gleich beim Einstieg des Tauchplatzes Zerib
Kebir South: Im Sand, noch im flachen Bereich, tummelt sich ein
Krokodilfisch.
In
den Höhlen entdecken wir dann noch einen Kugelfisch, Graue Muränen,
sowohl erwachsene Tiere wie noch ganz junge Muränen und schließlich
die überall anzutreffenden Falterfische.
Am
Nachmittag fahren wir zum – nördlich vom Radisson gelegenen –
Tauchplatz Shaab Rama, auch das ein Tauchplatz der Höhlengänge,
die sich hier durch ihren sandigen Boden auszeichnen.
Für
zehn Euro fahren wir nach dem Abendessen in die Stadt. Im Preis
inbegriffen: Das Taxi wartet zwei Stunden, fährt uns dann wieder
zurück ins Hotel.
Am
alten Fort steigen wir aus. Das Eingangstor des Forts ist um diese
Uhrzeit verschlossen – aber immerhin sieht man noch die alten
Kanonen auf den Mauern, kann sich auch gut vorstellen, dass diese
Festung vielleicht einmal die Hälfte des ganzen Stadtgebietes
eingenommen haben mag.
Hier
beginnt – oder endet – auch die Hauptgeschäftsstraße von El
Quseir, zumindest das, was für die Touristen die Hauptgeschäftsstraße
ist, also die mit den Andenkenläden. Das Angebot besteht in den
üblichen Bildern auf Papyrus, Schischas, bemalten Tassen,
Pyramiden und ähnlichem. Aber immerhin ist diese Hauptgeschäftsstraße
ordentlich beleuchtet, was man von den von ihr abgehenden Gassen
so nicht unbedingt sagen kann. Mitunter ist es bei den Häusern in
diesen Gassen auch schwer zu beurteilen, ob sie nun noch bewohnt
sind oder bereits leer stehen. Jedenfalls wirken einige dieser Gebäude
völlig zerfallen.
Doch
die Kaffees am Strand, direkt neben dem Hafen, erscheinen am Abend
als – allerdings nicht sonderlich gut besuchter – Treffpunkt
zumindest der männlichen Bewohner der Stadt. In einem dieser
Strandcafés wurde sogar eine Großbildleinwand aufgestellt, auf
der nun einige Musikvideos laufen.
Einige
weitere Sehenswürdigkeiten am Hafen: „Die „Granny“, die
Hafenmeisterei, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch für die
Mekka-Pilger errichtet wurde, ein nach außen eher unscheinbares
Gebäude, das im Verhältnis zu den anderen Häusern eigentlich
nur durch seine Größe auffällt und, etwas weiter ab, eine alte
Moschee mit einem Turm, der die Form eines Bienenstockes hat.
Nach
zwei Stunden schließlich – mehr Zeit benötigt man für einen
abendlichen Spaziergang durch El Quseir tatsächlich nicht -
fahren wir wieder zurück ins Radisson.
Sonntag,
14. Dezember 2008: Abu Dabab
Einige
Kilometer südlich von Port Ghalib liegen die Bucht und das Riff
von Abu Dabab, das Ziel unseres Tagesausfluges. Natürlich gibt es
auch hier am südlichen Ende der Bucht ein Hotel, obwohl in der nächsten
Umgebung keine weitere Siedlung zu sehen ist – aber völlig
allein stehende Hotels sind hier an der Rot-Meer-Küste auch
nichts ungewöhnliches. Und: Hier gibt es sogar einen
„bewachten“ Sandstrand mit Sonnenschirmen und Liegen, einer
Verleihstation für Schnorchelausrüstung und Bar. Betrieben wird
das alles von einer Tauchbasis – denn Abu Dabab hat schließlich
einen berühmten Bewohner, den Taucher und Schnorchler hier sehen
wollen, eine Seekuh, die hier ziemlich regelmäßig zum Fressen
erscheint.
Den
Vormittagstauchwand verbringen wir an der Riffwand im Norden von
Abu Dabab. Der Einstieg erfolgt bequem über den sandigen Boden,
dann geht es die nicht sehr tiefe Korallenwand entlang. Wir
begegnen einem Steinfisch, Kugelfischen, Unmengen von Doktor- und
Flötenfischen. Dieser Teil der Bucht erscheint tatsächlich als
ein Aquarium mit Riff-Hintergrund – ein einfacher Tauchgang im
nicht einmal zehn Metern Tiefe nur zum Vergnügen, allerdings auch
ohne Spektakulärem.
Das
„Spektakuläre“ wartet abseits dieser Riffwand, in dem Feld
aus flachem Seegras, das wir beim zweiten Tauchgang am Nachmittag
überqueren. Auch hier sehen wir zunächst – allerdings
vereinzelte – Doktorfische, dann auch einen Kofferfisch und
schließlich die erste von sicherlich mehr als einem halben
Dutzend Schildkröten, die in aller Ruhe im Seegras ihre Mahlzeit
nehmen. Die einzelnen Tiere, die in dem leicht diesigen Wasser
alle respektvollen Abstand voneinander wahren, haben teilweise
einen Panzer von sicherlich zwei Metern Durchmesser – und sind
nicht allein. Bis auf eine Ausnahme befinden sich alle in
Begleitung von meist sogar zwei Schiffshaltern, die sich auf den Rückenpanzern
fast festgesaugt zu haben scheinen, die manchmal aber auch, wenn
die Schildkröte den Meeresboden verlässt, am Bauch der Schildkröte
sogar unterhalb des Panzers verschwinden. Diese Schiffshalter,
meist vielleicht 30 oder 40 Zentimeter lang, erinnern ein wenig an
kleine Haie.
Und
schließlich, an einer besonders diesigen Stelle mit etwas stärkerer
Strömung in drei Metern Tiefe entdecken wir eine Seekuh, ein
Dugong, beim Grasen. Das Tier ist sicherlich über drei Meter
lang, hat eine gewaltige Schwanzflosse, beweg sich bei Auftauchen
gemächlich und majestätisch wie ein Wal.
Nach
diesem Tauchgang und dem Treffen mit der Seekuh geht es wieder ins
Radisson.
Montag,
15. Dezember 2008: Tauchplätze Zerib Kebir South und Abu Saaf
Am
Vormittag unternehmen wir noch einen Höhlentauchgang bei Zerib
Kebir South, treffen dort auf einen
Rotfeuerfisch und auch einen Kugelfisch.
Am
faszinierendsten an diesem Tauchplatz sind aber die Bassins
zwischen den Höhlengängen, Becken, in denen man sich wie mitten
in einem Aquarium vorkommt.
Vielleicht
15 Kilometer nördlich vom Radisson liegt Abu Saaf, das Riff, das
wir am Nachmittag betauchen. Am Ufer macht dieser Tauchplatz zunächst
alles andere als einen angenehmen Eindruck. Abu Saaf befindet sich
an der Mündung eines Wadi, der Strand ist steinig – und scheint
von manchen Einheimischen als wilde Mülldeponie genutzt zu
werden. Hinzu kommt, dass vor einigen Monaten am Riff ein
Tauchboot zerschellt ist, dessen Überreste nun auch noch den
Strand verunzieren.
Auch
im Wasser gestaltet sich der Einstieg zum Tauchplatz recht
kompliziert: Wir müssen nämlich genau über die Höhlen von Abu
Saaf hinweg laufen, und an vielen Stellen sind Löcher im Gestein,
so dass man auch ständig schauen muss, wohin man tritt, um nicht
in eines der Löcher zu stürzen.
Aber
dafür sind die Höhlen von Abu Saaf, mitunter von heftigen Strömungen
durchzogen, so dass man hier unbedingt ein Seil braucht, um so
beeindruckender. Gleich zu Anfang beobachten wir zwei kleine Weiße
Muränen, treffen dann auf einen Rotfeuerfisch sowie auf einen
seiner Verwandten, einen Stachelfeuerfisch, beobachten eine
Languste, die sich in ihrer Felsspalte versteckt, ab und an einige
Nasendoktoren, eine Nacktschnecke und schließlich einen Seestern,
der sich gerade auf Wanderschaft begibt.
Dienstag,
16. Dezember 2008: El Quseir – Marsa Alam
Bis
12 Uhr bleiben wir noch an der Poolbar des Hotels, werden dann für
den Heimflug abgeholt.
Die
Abfertigung auf dem Flughafen von Marsa Alam läuft zügig und
ohne Probleme. Hier muss man auch nicht, wie an manchen anderen
Flughäfen Ägyptens, bereits drei Stunden vor dem Abflug dort
sein. Allerdings ist unsere Maschine aber auch wieder die einzige,
die überhaupt erwartet wird.
Dennoch:
Pünktlich starten können wir wieder nicht – eine halbe Stunde
Verspätung müssen wir schon noch hinnehmen.
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